MBSR – Was ist das eigentlich?

Mit Achtsamkeit und Meditation weniger Stress? Jon Kabat-Zinn behauptet, dass es funktioniert. Ich probiere das jetzt aus. Wir werden ja sehen, ob er tatsächlich Recht hat.

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Zum ersten Mal hörte ich in der Psychosomatik davon: Fast alle Burn-out-Patienten (also eigentlich alle außer mir, aber ich war offiziell ja Angstpatientin) nahmen an diesem Kurs teil. Sie erzählten von ewigem Geh-meditieren und Schokolade im Mund schmelzen lassen. Komisch. Ich interessierte mich nicht weiter dafür, bis ich ein paar Wochen später zufällig wieder – zum zweiten Mal nach meiner Achtsamkeits- und Genusstherapie in der Psychiatrie – auf Jon Kabat-Zinn stieß. Kabat-Zinn ist nicht der Erfinder, aber doch der Begründer der Achtsamkeit (englisch: Mindfulness).

MBSR, oder ausgeschrieben Mindfulness Based Stress Reduction (deutsch: Stressbewältigung durch Achtsamkeit) ist ein von Jon Kabat-Zinn an der University of Massachusettes entwickeltes Programm. In acht Wochen lernen Teilnehmer verschiedene Techniken, die vor allem aus der buddhistischen Zen-Meditation und dem Yoga entliehen sind. Im Zentrum steht das bewusste Sein: Die Dinge, die man tut, aufmerksam tun. Die Situationen, die einem im Hier und Jetzt empfangen, annehmen, ohne sie zu bewerten oder ändern zu wollen. Den Autopiloten, der uns täglich durch unser Leben steuert, ohne, dass wir darüber nachdenken, was wir denn da eigentlich gerade tun, bewusst ausschalten. Am Ende des Kurses sollen die Teilnehmer in der Lage sein, durch die gezielte Lenkung der eigenen Aufmerksamkeit Stress zu reduzieren.

Im Verlauf meiner eigenen Therapie habe ich mehr und mehr festgestellt, dass mir Achtsamkeit, also das bewusst Tun und Spüren, gerade in Momenten, in denen mein Kopf tobte, immer wieder verlässlich geholfen hat, zur Ruhe zurückzufinden. Etwas mehr als zwei Jahre ist meine letzte Therapiesitzung nun her. Im nächsten Jahr steht das Staatsexamen an und ich merke im Moment, dass ich die viele Ruhe und die Gelassenheit, die mich größtenteils durch die beiden vergangenen Jahre getragen hat, wieder ein wenig verliere. Ich muss wieder etwas für mich tun, beschloss ich, bevor ich mitten im Stress stecke und es zu spät. Dieses „etwas“ ist ein MBSR-Kurs. Der läuft seit letzter Woche – und, um mir selbst auch ein wenig mehr bewusst werden zu lassen, wie es mir damit eigentlich geht, werde ich euch hier und auch auf Instagram (@soph.blau) ein wenig an meinen Erfahrungen teilhaben lassen.

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